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Durchbruch- und Tragezeit bei Schutzhandschuhen

Durchbruch- und Tragezeit bei Schutzhandschuhen

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Durchbruchzeit und Tragezeit stimmen in der Regel nicht überein. Doch was ist der Unterschied und wie lange sollten Schutzhandschuhe maximal getragen werden?

Die Durchbruchzeit

In Sicherheitsdatenblättern, Abschnitt 8.2.2, werden Daten zum Hautschutz angegeben, insbesondere zu Schutzhandschuhen. Teil dieser Informationen sind Handschuhmaterial, Materialstärke und die Durchbruchzeit. Anstatt der Durchbruchzeit kann auch ein Schutzindex angegeben sein, der direkt auf eine Durchbruchzeit zurückführbar ist.

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Die Durchbruchzeit wird in Norm DIN EN 374-1 beschrieben, während die dazugehörige Messmethodik in DIN EN 16523-1 beschrieben wird. Die Durchbruchzeit beschreibt den Zeitraum von der Auftragung einer Testchemikalie auf ein Handschuhmaterial bis zum Austreten der Chemikalie auf der anderen Seite. Der hierbei auftretende Effekt nennt sich Permeation und findet auf molekularer Ebene statt.

Die genormte Messung der Durchbruchzeit findet bei einer festen Messtemperatur (22-24°C) statt. Permeation ist jedoch temperaturabhängig. Je wärmer es ist, desto schneller durchdringen Chemikalien den Handschuh.

Die maximale Tragezeit

Durch den Hautkontakt allein liegt die Temperatur beim Tragen eines Schutzhandschuhs deutlich über 23°C. In den Technischen Regeln für Gefahrstoffe 401 (TRGS 401) wird empfohlen, für die Tragedauer den Durchbruchzeitversuch bei 33°C durchzuführen. Alternativ wird empfohlen, zur Sicherheit ein Drittel der angegebenen Durchbruchzeit im Sicherheitsdatenblatt zu verwenden.

Zusätzlich wird die maximale Tragezeit davon beeinflusst, ob ein Handschuh flüssigkeitsdicht ist und damit die Tätigkeit zum Arbeiten im feuchten Milieu zählt.

Quellen: Technische Regeln für Gefahrstoffe 401, Ausgabe Juni 2008;

DIN EN 374-1; DIN EN 16523-1

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