Arbeitsschutz: Warum Networking wichtig ist

Arbeitsschutz fängt bei der (Geschäfts-)Führung an

Im zweiten Teil der Serie „Erfolg der Prävention sichtbar machen“ habe ich einen Ansatz beschrieben, wie sich der Erfolg im Arbeitsschutz mit Hilfe der Gefährdungsbeurteilung (GBU) messbar machen lässt.

Je höher der Rückhalt für den Arbeitsschutz ist, desto leichter lassen sich Verbesserungen und Erfolge erreichen. Der Rückhalt beginnt im Idealfall bei der Geschäftsführung und findet seine Fortsetzung im gesamten Management – oder zumindest in einem großen Teil davon. Hier setzt Networking an.

Das Vorgehen: Positive Wahrnehmung erreichen

Mit Unterstützung durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit können auf Basis der Gefährdungsbeurteilung die notwendigen Betriebsanweisungen erstellt und an zentraler Stelle (z.B. im Intranet des Unternehmens) verfügbar gemacht werden. Es lohnt sich, die Führungskräfte persönlich darauf hinzuweisen und mit ihnen gemeinsam die Dokumente abzurufen. Der Nutzen für die Führungskräfte wird schnell deutlich, denn diese Dokumente werden z.B. für Unterweisungen oder bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter benötigt.

Wo es möglich ist, lassen Sie Führungskräfte beim Arbeitsschutz mitarbeiten und binden Sie sie in Ihre Arbeit ein. Wie kann das aussehen? Zwei Beispiele: Bei der Erstellung einer GBU sollten Sie sich im Klaren sein, für welche Tätigkeiten sie eine GBU erstellen wollen – stimmen Sie Ihre Liste der Tätigkeiten mit dem Management ab, bevor Sie beginnen. Bereiten Sie Unterweisungen vor und lassen Sie sie von der Führungskraft präsentieren, während Sie dabei eine unterstützende Rolle einnehmen.

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Neben dem Arbeitsschutz gibt es auch andere Querschnittsbereiche in Unternehmen, dazu gehört auch das Qualitätsmanagement. Sie können erstellte Dokumente regelmäßig mit der QM-Leitung besprechen oder diese zumindest informieren.

Häufig ist auch der Einkauf des Unternehmens zumindest indirekt betroffen. Es schadet nicht, den Einkauf bei passender Gelegenheit über die Gefährlichkeit bestimmter Gefahrstoffe oder Arbeitsmittel zu informieren und ihn dann darum zu bitten, bei der Verhandlung auch Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen.

Zusammenfassung

Tun Sie Gutes und sprechen Sie darüber.

Unterstützen Sie Funktionsträger im Unternehmen (ohne deren Aufgaben zu übernehmen).

Zeigen Sie auf diese Weise, welchen Beitrag der Arbeitsschutz für das Unternehmen leistet.

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