Sicherheitsdatenblatt einlesen

Hintergrund und Motivation

Beim Aufbau eines Gefahrstoffverzeichnisses werden die dafür gewonnenen Daten in aller Regel den zugehörigen Sicherheitsdatenblättern entnommen. Diese sind ohne Zweifel die hauptsächliche Informationsquelle, insbesondere dann, wenn es sich um Gemische handelt. [1]

Auf Basis der Daten des Sicherheitsdatenblattes lassen sich neben dem Gefahrstoffverzeichnis auch die erforderlichen Betriebsanweisungen ableiten. [2]

In beiden Fällen kann eine Software (z.B. GeSi³) maßgeblich unterstützen – sofern die Daten aus dem Sicherheitsdatenblatt in strukturierter Form zur Verfügung stehen.

Verschiedene Formate

Meist liegen die Sicherheitsdatenblätter zwar in elektronischer Form vor, jedoch nur im PDF-Format. Über viele Jahre bestand kaum eine andere Möglichkeit, als die Daten aus dem Sicher­heitsdatenblatt auszulesen um sie dann manuell in einer „Datenbank“ zu erfassen. Häufig war diese Datenbank lediglich eine oder mehrere Tabellen im Excel-Format.

Seit einigen Jahren gibt es mit SDScomXML auch ein strukturiertes Format für Sicherheitsdatenblätter [3]. Das Format ist öffentlich zugänglich und wird von einigen Software-Herstellern (inkl. der GeSi Software GmbH) auch unterstützt, jedoch ist es nach wie vor wenig verbreitet.

Daten des SDB aus der PDF-Datei extrahieren

Da das SDB meist als PDF vorliegt, können Sie mit einer geeigneten Software die Daten auch direkt aus dem PDF auslesen [4]. Laden Sie dazu das PDF des SDBs im Internet auf SDBcheck.de hoch. Der Inhalt wird dann automatisch analysiert und die relevanten Daten extrahiert. Es empfiehlt sich, im Anschluss einen Abgleich vorzunehmen, um zu überprüfen, ob alle Daten korrekt ermittelt wurden.

Wenn Sie SDBcheck® verwenden, können Sie direkt eine Plausibilitätsprüfung hinsichtlich der korrekten Einstufung und Kennzeichnung des Sicherheitsdatenblatts vornehmen. Sollten Abweichungen vorliegen, empfiehlt es sich, den Hersteller zu kontaktieren, wie es die TRGS 400 vorsieht [1].

Sicherheitsdatenblatt importieren

Das aufwändige Abtippen der Inhalte in die Datenbank entfällt, wenn Sie die über SDBcheck® hochgeladenen Sicherheitsdatenblätter direkt als Gefahrstoff in die Datenbank übertragen. Bei GeSi³ erfolgt dies inklusive der PDF-Datei, die dem Gefahrstoff automatisch als Anhang beigefügt wird.

Quellen:

[1]   TRGS 400, Kapitel 5.1, Informationsquellen

[2]   TRGS 555, Kapitel 3.1, Absatz 6, Basis für die Erstellung von Betriebsanweisungen
TRGS 555, Kapitel 3.3, Schnittstelle zum Sicherheitsdatenblatt

[3]   SDBtransfer

[4]   www.SDB-einlesen.de

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Profilbild des Autors

Dieter Feitsch

Dr. Dieter Feitsch, Facharzt für Arbeitsmedizin, GBU-Coach und Leiter Software-Entwicklung GeSi³

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