Erfolg der Prävention im Arbeitsschutz sichtbar machen

Den Erfolg der Prävention sichtbar machen – das wünschen sich viele, die im Arbeitsschutz aktiv sind.

Gleichzeitig gilt wohl auch: There is no glory in prevention – frei übersetzt „Für Prävention gibt es keinen Ruhm“.

Auch in Zeiten von Corona hört man das häufig und ich frage mich, warum das so ist. Die Fallzahlen in Deutschland sind im Vergleich mit anderen Ländern günstiger. Hier hat die Prävention für jeden sichtbar also gut geklappt. Manche halten dagegen, dass die Fallzahlen ohne Prävention eventuell genauso aussehen würden. Der Konjunktiv deutet schon an, dass das kaum beweisbar ist und das ist ein wichtiger Grund, warum es so schwer ist, sich in der Prävention Lorbeeren zu verdienen.

Die Gefährdungsbeurteilung (GBU)

Eine Gefährdungsbeurteilung ist ein laufendes Projekt, das wiederholt überprüft bzw. fortgeschrieben werden muss. [1]

Durch die Ermittlung der Gefährdungen und Belastungen und deren Beurteilung, das Finden, Festlegen und Umsetzen von Maßnahmen und schließlich durch die Wirksamkeitsprüfung befindet sich die GBU in einem steten Fluss und sorgt so für eine stete Verbesserung des Arbeitsschutzes im Unternehmen. Dabei sind stets viele Personen eingebunden – es handelt sich um einen gemeisamen Erfolg!

Jede einzelne Gefährdungsbeurteilung besteht aus einer Vielzahl von Einzelgefährdungen, die alle jeweils für sich den beschriebenen Prozess durchlaufen. Das ist auch der Grund dafür, dass eine GBU meist schon wieder akutalisiert werden sollte, wenn sie gerade fertig gestellt ist.

Erfolg im Arbeitsschutz sichtbar machen

Die Aufgabe, den Erfolg sichtbar zu machen, besteht darin

  • die Verbesserungen transparent zu machen
  • das Interesse am Arbeitsschutz durch Networking erhöhen
  • Anerkennung für die erreichten Verbesserungen zu erhalten

Diese Punkte sind ganz bewusst nicht nummeriert, sondern mittels Bulletpoints aufgezählt. Es besteht keine Rang- oder Reihenfolge. Im Idealfall werden alle drei Themen parallel bespielt.

Ausblick

In meinen nächsten vier Blog-Beiträgen möchte ich näher auf die oben genannten Punkte eingehen, wobei im vierten Beitrag auf das Zusammenspiel der drei Themen eingegangen werden soll.

Quellen:

[1] Sieben Schritte zur Gefährdungsbeurteilung

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Profilbild des Autors

Dieter Feitsch

Dr. Dieter Feitsch, Facharzt für Arbeitsmedizin, GBU-Coach und Leiter Software-Entwicklung GeSi³

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